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InPower 2006
nachhaltige Betreuungsmodelle für AsylwerberInnen

InPower ist ein Projekt im Rahmen der Equal Gemeinschaftsinitiative und wird von mehreren Organisationen und PartnerInnen gemeinsam durchgeführt. Hauptziel ist es, nachhaltige Modelle in die Betreuung von AsylwerberInnen im Hinblick auf die Möglichkeiten einer Arbeitsintegration zu erarbeiten. Zwei Flüchtlingsquartiere in zwei Mustergemeinden wurden für die Projektdurchführung gewählt. Verein Omega übernahm die Gesamtkoordination für das Modul 1. Im Zentrum unserer Arbeit im Modul 1 stehen die beiden Quartiere in der Oststeiermark - Riegersburg und Schäffern. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt hier in der Durchführung von Schulungsmaßnahmen, Selbstorganisation, sowie auf exemplarischen Beispielen einer Qualifizierung und beruflichen Orientierung unter Einbeziehung des regionalen Umfeldes. Als erster Schritt wurden Erhebungen von Quali- fikationen und persönlichen Interessen bei rund 100 Personen in Schäffern und 60 Personen in Riegersburg durchgeführt.

Schulungsmaßnahmen:

Deutschkurse:
(Computergestützt für Frauen mit Kinderbetreuung) Wichtiger Bestandteil im Vorfeld zu Beschäftigung ist, die Sprachkompetenzen von AsylwerberInnen zu stärken und deren Anschluss an die modernen Kommunikationsmöglichkeiten zu gewährleisten. Es wurden 1230 Stunden Deutschkurs für Frauen mit Kinderbetreuung abgehalten. Die wichtigsten Inhalte waren Grammatik, Konversation, Lesen und Schreiben. Für die aktive Gestaltung des Inhalts wurden verschiedene Themen über das Leben in Österreich gewählt. Berufsspezifischer Deutschkurs: (Für Männer und Frauen) 90 berufsspezifische Deutschkursstunden wurden zu Themen wie Berufsfelder in Österreich, das Gesundheitssystem, Alltagsbewältigung, Reinigung und Hygiene etc. abgehalten. Der Schwerpunkt lag bei der Übermittlung von Umgangsund Handlungsmöglichkeiten.

Kindertanzgruppe:

Vierzehn Kinder von 9 bis 15 Jahren tanzen regelmäßig im Quartier in der Laglmühle. Mädchen und Burschen treffen sich, um immer wieder neue Volkstänze einzustudieren. Die Begleitung und Unterstützung erfolgt durch zwei LehrerInnen aus der Russischen Föderation, die selbst im Asylverfahren sind, auch im Quartier leben und sich bereit erklärt haben, mit den Kindern regelmäßig zu tanzen. Rund zehn Tänze haben sie bereits einstudiert und einige kleinere Präsentationen im engeren Kreis hat es bereits gegeben. Diese Aufführungen und Trainingsstunden sind nicht nur zur Freude der Kinder, die tanzen, sondern andere Kinder und Eltern sind immer wieder als Publikum dabei und können zuschauen und gleichzeitig ein bisschen vom tristen Alltag abschalten.

EDV Kurs:
90 Trainingseinheiten wurden auch im EDV Bereich abgehalten, wobei Themen wie Umgang mit Hardware bzw. Software, wie Word und Excel, als auch die Benützung von E- Mail und Internet behandelt wurden. Schulungen im Quartier: In den Quartieren wurden zusätzliche Schulungen zu verschiedenen Themen von Erster Hilfe über Hauskrankenpflege bis zu Verkehrsicherheit durchgeführt. Diese Schulungen wurden ausschließlich von ReferentInnen aus der Region abgehalten.

Schulungen in Betrieben:
Die für dieses Berichtsjahr geplanten Schulungen außerhalb des Quartiers wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, da die Deutschkenntnisse als nicht ausreichend erachtet wurden. Der erste Betriebsbesuch hat somit verzögert im Juni 2006 stattgefunden und wird im Jahr 2007 weiter laufen . Schulungen, sowie die Möglichkeit der beruflichen Orientierung werden laufend zu den Themenbereichen Küche / Gastgewerbe, Landwirtschaft/Gartenbau und soziale und medizinische Dienste mit FachreferentInnen vor Ort durchgeführt.

Beschäftigung durch Selbstorganisation:
Im Rahmen der Selbstorganisation wurde in beiden Quartieren durch Errichtung und Betreibung einer Bücherei, eines Internetzugangs, eines Kräutergartens, eines Kinderspielplatzes, Kinderbetreuung durch AsylwerberInnen, Verschönerungen im Quartier, muttersprachlichen Unterricht für Quartierskinder sowie einer Kindertanzgruppe einiges an Eigeninitiative und Interesse zum Ausdruck gebracht.

MitarbeiterInnen:
Daniela Bogorin, Karin Ebner, Abdesalam Mahmoudi, Jamileh Pahlevan, Dajane Safkisowa, Usha Sundaresan, Stefanie Tiefengrabner und viele DolmetscherInnen -besonders Berlant Nazhueva aus Tschetschenien.

Beratend stand dem Projekt Herr Mag. Udo Gutensohn zur Verfügung.