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Frauenprojekt Begleitende Integration "Portobella"

MigrantInnen und AsylwerberInnen, die ihre Integration im Hinblick auf Arbeit und Soziales erreichen möchten, und hierfür auch ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen sind zu folgenden Aktivitäten herzlichst eingeladen.

  1. Sprachtraining und Kommunikation
  2. Arbeitstraining
  3. PC Training - PC Anwendung, Umgang mit Internet, E - Mail etc.
  4. Frauencafe und Workshops
  5. Schulungseinheiten über Berufe, Lehr- und Ausbildungsmöglichkeiten,
  6. Berufsorientierung und realistische Einschätzung von den eigenen Fähigkeiten und den Anforderungen am Arbeitsmarkt
  7. Bewerbungstraining und Begleitung
  8. Praktika in Betrieben und Institutionen
  9. Exkursionen und Kulturbesuche
  10. Multikulturelles Kochen/Catering
  11. Workshops zu Themen wie Gesundheit, Arbeit und Integration
  12. Kreativworkshops

Informationen unter:
Tel: 773554 -20 oder per E - Mail unter usha@omega-graz.at

Projektleitung:
Usha Sundaresan M.A.

Frauen und Kinder stellen 80 Prozent der Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen in der ganzen Welt. Frauen auf der Flucht sind mit ganz spezifischen Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert. Der reiche Erfahrungsschatz des OMEGA - Teams konnte im Jahr 2006 unter folgenden Schwerpunkten eingesetzt bzw. ausgebaut werden.

Beratung - Begleitung - Information

Im Jahr 2006 spielten Beratungen bzw. die Informationsweitergabe eine wesentliche Rolle. Das Angebot wurde von insgesamt 347 Personen, davon 114 betroffene Frauen zumeist als Anlaufstelle für familiäre als auch für persönliche Anliegen genutzt. Hauptthemen waren Gesundheit, Wohnen, Arbeit, Soziales und rechtliche Fragen. Oft hatten die Beratungen einen reinen Informationscharakter, aber die hier durchgeführten persönlichen Beratungen erreichten auch erkrankte Frauen welche auch Vorbehalte gegenüber Beratung und Psychotherapie hatten. Kulturelle Unterschiede im Umgang mit psychosozialen Problemen erschweren den Zugang zu einem professionellen Helfer. So gelang es, durch Gespräche diese Betroffenen zur medizinischen und therapeutischen Behandlung zu motivieren und weiter zu vermitteln. Auch machten wir die Erfahrung, dass unsere Beratungs angebote ein wesentliches Glied in der Versorgungskette für die Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit sind. Die Klientinnen waren hauptsächlich aus Afghanistan, Iran, Armenien, Kurdistan und Kosovo.

Integration:

Unser Ziel ist eine umfassende Integration von Asylwerberinnen und Migrantinnen in die österreichische Gesellschaft zu erreichen. Im Mittelpunkt steht dabei für uns der Mensch mit all seinen Bedürfnissen und Problemen in allen Lebenslagen. Dass bessere Deutschkenntnisse die Integration erleichtern, steht außer Frage. Unser Bemühen war dahingehend all diese Komponenten in unseren Angeboten zu kombinieren um den maximalen Vorteil für die Teilnehmenden heraus zu holen. Insgesamt konnten 26 Frauen an den folgenden integrativen Angeboten teilnehmen.

Arbeitstraining:
Bei der Durchführung von konkreten Tätigkeiten wie Kochen, Putzen und die Mitarbeit im Catering Bereich, kamen die Teilnehmenden regelmäßig zusammen und die Kommunikation und sprachliche Kompetenz konnte gefördert werden.

PC Training: Ein einfaches, praxisbezogenes Lern- und Übungsprogramm am PC wurde von den Frauen gerne in Anspruch genommen. Hauptziel war, die notwendigsten Fertigkeiten zu beherrschen um einfache Aufgaben am Computer selbstständig zu erledigen. 7 Frauen konnten ihr Wissen vertiefen und lernten den Umgang mit anspruchsvolleren Programmen.

Berufliche Integration:
Neben der gesellschaftlichen Integration ist die Eingliederung in den Arbeitsmarkt von besonderer Bedeutung. Eine Frau fand eine Anstellung als Küchengehilfin eine andere durfte 2 Schnupperpraktika absolvieren. Eine andere Frau begann mit einer beruflichen Orientierung und Ausbildung bei ISOP. 2 Frauen konnten Zusatzausbildungen absolvieren - eine Frau im Bereich Buchhaltung und Logistik und die zweite Frau im Bereich Lagerverwaltung. 2 Frauen konnten als Remunerantinnen bei Verein OMEGA beschäftigt werden. Zusätzlich konnten 5 Frauen an einem Projekt für Arbeitsintegration und Anerkennung früherer Ausbildungen weitervermittelt werden.

Catering:
Im Jahr 2006 wurde der Catering Bereich im kleineren Rahmen durchgeführt. Wir hatten viele Anfragen, aber aufgrund von fehlender Infrastruktur im neuen Standort war es nicht möglich alle Aufträge zu erfüllen. Büffets für interne Veranstaltungen und private Feiern wurden zubereitet. Die Speisen waren wie immer multikulturell und sehr reich an Vielfalt.

Menükochen:
Jeden Dienstag wurden im Rahmen von Menükochen multikulturelle Speisen zubereitet. Hier kamen einige neue Länder zum Vorschein z. B. Thailand, Indien, Philippinen, Mongolei, Afghanistan, Georgien und Persien. Das Menü, mit Spezialitäten aus den jeweiligen Ländern, wurde für OMEGA MitarbeiterInnen und Freunde angeboten.

Frauencafe:
10 verschiedene Themen, hauptsächlich im Bereich Gesundheit, wurden ausführlich behandelt. SpezialistInnen zu Themen wie Krebsvorsorge, Österreichisches Gesundheitssystem und Vorsorgeuntersuchung, Verhütung und Schwangerschaft, Impfungen und Yoga, wurden eingeladen. Auch Themen wie Hygiene am Arbeitsplatz, das Schulsystem und interkultureller Austausch wurden über Fachreferate und Diskussion bearbeitet. Insgesamt nahmen 85 Personen an den Veranstaltungen teil. Workshops: Ein Fixbestandteil des Projekts waren die regelmäßig stattfindenden Workshops zu Themen, die einerseits die Prävention von Krankheiten gewidmet waren und andererseits Themen wie Kommunikation, Kochen und Handarbeit behandelten. Um hochqualitative Workshops anbieten zu können, wurde eine Kooperation mit Institutionen wie das LKH Hörgas, Verein Nowa, Apotheke zum grünen Kreuz etc. eingegangen. Besonders viel Wert wurde auf Themen wie gesunde Ernährung, Wirbelsäulengymnastik und die Verwendung von Heilkräutern gelegt. Nach einem inhaltlichen Input wurden die Frauen zur aktiven Mitgestaltung aufgefordert. Dadurch kamen sehr interessante und vor allem neue Zugänge zu den Themen und diese wurden in der Runde als eine wertvolle Ergänzung aufgenommen.


ProjektmitarbeiterInnen:
Jamileh Pahlevan Kashi, Endah Ebner, Vjollca Sadrija, Shahe Alickaj, Daniel Adimkew, Usha Sundaresan