OMEGA - Gesundheitsstelle/Health Care Center Graz

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ANGEBOT

Mobile Betreuung

Dr. med. Gerald Ressi (Psychiater) und Frau DGKS Christine Anderwald besuchen gemeinsam wöchentlich einige ausgewählte Flüchtlingshäuser und Notschlafstellen, in welchen viele Personen mit besonderen psychischen Bedürfnissen untergebracht sind: Haus Elisabeth, Schlupfhaus, FQ Gratkorn- "Pension Cactus".
Bei Bedarf bzw. nach Anfrage können auch weitere Quartiere besucht und betreut werden. 2006 waren dies: Ressidorf, FQ Metahofgasse, Arche 38, FQ St. Peter.

Im Flüchtlingsquartier Griesplatz wurden 2006 nicht nur BewohnerInnen dieser Unterkunft betreut, sondern auch deren BesucherInnen sowie ehemalige BewohnerInnen. Mit der Schließung dieses Flüchtlingsquartiers im Juni 2006 endete auch die Betreuung durch OMEGA an diesem Ort.

Zielgruppen:
1. AsylwerberInnen
und Konventionsflüchtlinge mit besonderen psychischen Bedürfnissen welche schwer traumatisiert sind, die in organisierten Unterkünften leben. Wenn nötig werden diese Personen auch in Privatwohnungen und Spitälern besucht und bei der Einvernahme am Bundesasylamt begleitet. 2. Personen mit besonderen psychischen Bedürfnissen mit sehr unterschiedlichem Aufenthaltsstatus: vom österreichischen Staatsbürger bis zum illegal Aufhältigen, Personen, die ihre bisherige Unterkunft verloren haben und nun in Notquartieren untergebracht sind, a. weil sie mit der Organisation ihrer Wohnung überfordert waren
b. weil sie sich auf Grund ihrer Krankheit so störend verhalten haben, dass sie zum Verlassen ihrer bisherigen Unterkunft gezwungen wurden.

Ziele der Betreuung sind das aktive Aufsuchen von BewohnerInnen von Flüchtlingshäusern und Notschlafstellen mit besonderen psychischen Bedürfnissen, welche selbst keine Behandlungsstelle aufsuchen würden und nach Möglichkeit die Einleitung einer Behandlung. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Information und Unterstützung bzw. Schulung des Personals von Flüchtlingshäusern und Notschlafstellen im Umgang mit BewohnerInnen mit besonderen psychischen Bedürfnissen.

Psychiatrische Betreuung im Flüchtlingsquartier St. Gabriel
Das Flüchtlingshaus St. Gabriel ist eine Spezialeinrichtung für chronisch Kranke, Menschen mit besonderen psychischen Bedürfnissen und andere Personen mit einem erhöhten Pflegeaufwand. 2006 waren durchschnittlich 38 Personen in diesem Quartier untergebracht. Dieses Flüchtlingshaus ist mit mehr und besonders geschultem Personal ausgestattet.

Zielgruppen:
AsylwerberInnen, Konventionsflüchtlinge und andere Fremde mit besonderen Bedürfnissen: a. Personen mit erhöhtem Betreuungs- und Pflegebedarf (aufgrund von z.B.: Dialyse, Tracheostoma, Blindheit, etc.) b. Personen mit besonderen psychischen Bedürfnissen und Erkrankungen (wie Schizophrenie, Posttraumatische Belastungsstörung oder organisch bedingter psychischer Störung, etc.)

Während des Jahres 2006 lebten in St. Gabriel mehrere Personen, die zwar keine besondere Betreuung am Wohnort brauchten, aber aufgrund von Suchterkrankungen kriminell wurden (Beschaffungskriminalität: Diebstahl, Einbruch, Drogenhandel). Sie störten die Nachtruhe, wodurch immer wieder Polizeieinsätze notwendig wurden und dadurch gestaltete sich die Betreuung der BewohnerInnen St. Gabriels noch schwieriger.
Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es daher, das Personal von St. Gabriel durch Information bzw. Schulung im Umgang mit BewohnerInnen mit besonderen psychischen Bedürfnissen zu unterstützen.

Dieses Projekt läuft in Kooperation mit der Caritas Graz seit 2002.
Im Februar 2007 wurde Frau Diplomkrankenschwester Christine Anderwald, Leiterin der Marienambulanz, mit dem "Steirischen Menschenrechtspreis 2006" ausgezeichnet.